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Resolution zur Untersützung der Oberhafen-Initiative

Geplanter Abriss der Gleisüberdachung im Oberhafen

Stellungnahme der betroffenen Akteure

Die Oberhafengemeinschaft möchte den Gesamtzusammenhang und die Integrität des Oberhafens als bauliches Ensemble erhalten. Das Dach über der alten Güterbahnhofhalle ist das bauliche Kernstück des Oberhafens. Es wirkt als Bindeglied zwischen den Akteuren. Auch bei Regen könnten unter dem Dach große und gleichzeitig kleinteilige Veranstaltungen durchgeführt werden, wie Märkte oder neuartige Festival-Formate. Das ist einmalig in Hamburg. Als gemeinsam bespielte „Bühne“ könnten hier die Synergien aus vielfältigen Projekten dazu führen, dass aus 1 + 1 mehr als 2 entsteht. Fällt das Dach, ist auch Halle 3 in ihrem Bestand gefährdet. Diesem einsetzenden Dominoeffekt könnten auch weitere Gebäude zum Opfer fallen.

Die private „Initiative Oberhafen“ hatte jüngst bei der HafenCity GmbH darum gebeten, den Abriss für 6 Wochen aufzuschieben und die Untersuchungsergebnisse, die den Abriss nach Aussage der HafenCity GmbH alternativlos machen, zu veröffentlichen. Beides wurde zunächst abgelehnt, weil weitere Verzögerungen für künftige Nutzer nicht tragbar seien.

Der Dachabriss wurde durch die Stadt als aus finanziellen und brandschutzrechtlichen Gründen alternativlos dargestellt. Neue Erkenntnisse durch die „Initiative Oberhafen“ und eine unabhängige Brandschutzsachverständige zeigen, dass das Dach möglicherweise erhalten werden kann.

Erst als Folge massiven öffentlichen Drucks war die Stadt bereit, den Abriss des Daches bis zum 8. September zu verschieben, den Beginn der Bauarbeiten im Hallenstrang 4 davon zu entkoppeln und eine erneute Prüfung der baulichen Situation zuzulassen.

Wir danken der Initiative Oberhafen für ihr Engagement und der Stadt für ihr Entgegenkommen.

Wir bedauern, dass

– es die Stadt zu einer Situation kommen ließ, in der verschiedene Nutzerinteressen scheinbar gegeneinander laufen, was der Gemeinschaft im Oberhafen schadet.

– manche Teile der Stadtverwaltung erst dann auf Wünsche der Akteure im Oberhafen zu hören scheinen, wenn massiver Druck dies unumgänglich macht.

– bei uns der Eindruck entstehen musste, dass bezüglich der Informationen über bauliche Notwendigkeiten im Oberhafen nicht mit offenen Karten gespielt wird.

Damit ein „Kultur- & Kreativ-Quartier“ gelingt, muss auch die Ästhetik und die Funktionalität von öffentlichen Flächen von den betroffenen Projekten mitentschieden werden. Nur so können Inhalt und Form zusammenfinden. Der Oberhafen ist mehr als nur Gewerbefläche für die Kreativindustrie. In zentraler Lage kann er für Hamburg dauerhaft ein kreatives, pulsierendes Herz bilden.

Deshalb fordern wir:

– Transparente Prüfung der Möglichkeiten, wie das Dach erhalten werden könnte

– Veröffentlichung aller Planungen und Gutachten für den Oberhafen

– Keine weiteren Alleingänge und volle Transparenz von Seiten der städtischen Organe bei allen wichtigen Entscheidungen zum Oberhafen

– Etablierung eines verbindlichen und mit den notwendigen Ressourcen unterstützten Verfahrens der Mitbestimmung durch die Nutzer bei der weiteren Entwicklung des Oberhafens

– Bessere und kurz getaktete Kommunikation mit den Mietern, insbesondere bei Baumaßnahmen, in Form eines wöchentlichen Reports an den Emailverteiler des Netzwerks der Oberhafenakteure

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